Sidewalk Astronomie

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Aktuelle Ankündigung:

Der Termin für die nächste, 6. Ingolstädter Sidewalk Astronomie ist aktuell in Abstimmung und wird baldmöglichst angekündigt.

Vergangene Aktionen:
1. Ingolstädter Sidewalk Astronomie (09.11.2013) – Bericht und Bilder
2. Ingolstädter Sidewalk Astronomie (10.03.2014) – Bericht und Bilder
3. Ingolstädter Sidewalk Astronomie (28.02.2015) – Bericht und Bilder
4. Ingolstädter Sidewalk Astronomie (24.10.2015) – Bericht und Bilder
5. Ingolstädter Sidewalk Astornomie (19.03.2016) / Astronomietag – Bericht und Bilder

Tag der Astronomie in Eichstätt (06.04.2014) – Bericht und Bilder
Sonnenfinsternis in Eichstätt 21.03.2015) – Bericht und Bilder
Beobachtungsabend auf der Willibaldsburg (28.06.2015) – Bericht und Bilder

„We don´t make telescopes for us to use in our backyards and then go to bed.
We make simple scopes for people to use.“

Diese und andere Ideen des wohl bekanntesten Amateurastronomen John Dobson († 15.01.2014) unserer Zeit waren es, die seit den späten 1960er Jahren Sternfreunde auf der ganzen Welt inspirieren.
Ursprünglich waren es ganz persönliche Gedanken und Fragen zum Universum, die ihn in seiner langen Zeit als Mönch in San Fransisco beschäftigten und schließlich dazu brachten, sich intensiv mit der Himmelsbeobachtung zu beschäftigen. Weil er als Mönch gelobte in Armut zu leben, konnte er sich kein Teleskop kaufen. Also schliff John Dobson Flaschenböden zu Spiegeln, sammelte Pappröhren von Baustellen und alles, was er auftreiben konnte, um sich eigene Teleskope zu bauen. Statt auf eine komplizierte Montierung setzte er seine Teleskope beweglich auf einen einfachen Sperrholzkasten („rockerbox“). Dieser effiziente, kanonenähnliche Aufbau entwickelte sich schließlich zu einem Erfolgskonzept, das bis heute als „Dobson Teleskop“ in der Amateurastronomie weite Verbreitung findet.

32dobson32,5″ Dobson am BTM (Osterberg, Pfünz)

„It´s made out of garbage.“

Obwohl seine frühen Teleskope keinen übermäßig hohen Wert darstellten, Dobson sie oft als überdimensionierte Blumentöpfe oder Möbelstücke tarnte und mit der Außenwelt bald nur noch verschlüsselt kommunizierte, stellte sein Orden ihn irgendwann vor ein Ultimatum: Kirche oder Astronomie. Dobson entschied sich für Letztere und gründete schließlich 1967 die berühmten „Sidewalk Astronomers“ (Gehsteig-Astronomen) in San Francisco. Was mit einer kleinen Gruppe von Hobbyastronomen begann, die ihre Teleskope am Straßenrand aufstellten, um interessierten Passanten tiefe Einblicke in den Nachthimmel zu ermöglichen, hat sich mittlerweile zu einer weltweiten Organisation entwickelt.

„I´m interested in wondering about the universe.“

Tatsächlich sind es die Freude daran, die Begeisterung für die Himmelsbeobachtung und die faszinierenden Eindrücke mit anderen zu teilen sowie der Spaß an Öffentlichkeitsarbeit, der die Gehsteig-Astronomen antreibt.
Nach diesem Vorbild und inzwischen jahrzehntealten Tradition möchten wir auch in Ingolstadt allen Menschen ermöglichen, die kraterübersäte Mondlandschaft, den Ringplaneten Saturn, Finsternisse und andere besondere Phänomene mit eigenen Augen zu erleben. Hierfür bauen wir unsere Teleskope entgegen der Gewohnheit nicht nur an den dunklen und schwer zugänglichen Orten fernab der Stadt auf, sondern direkt auf belebten Plätzen wie z.B. dem Ingolstädter Theaterplatz, Baggersee oder Klenzepark.
Auf diesem Weg zeigen wir, dass Astronomie und damit verbundene Eindrücke nicht nur einem kleinen, elitären Kreis vorbehalten sein muss, sondern mit relativ kleinem Aufwand und wenig Vorwissen für alle erlebbar gemacht werden können.
Und weil wir diesen allgemeinbildenden und kulturellen Beitrag aus langjähriger Überzeugung und Leidenschaft leisten, ist unser Angebot absolut unkommerziell und grundsätzlich kostenlos.
Einzige Bedingung für alle Interessierten ist die Bereitschaft, sich einen Augenblick Zeit zu nehmen!

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Interessante Links:

John Dobson (Wikipedia)
Erding Sidewalk Astronomers (ESA)
Sidewalk Astronomers (international)