09 Apr 2017

7. ISA: Mond- und Jupiternacht in Ingolstadt

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Zum 7. Mal luden die Astronomiefreunde Ingolstadt zur Sidewalk Astronomie am 8. April nach Ingolstadt ein.
Ein fast voller Mond und erdnaher Jupiter lockten bei besten Wetterbedingungen rund 250 interessierte Besucher auf den Theatervorplatz, wo 9 Teleskope verschiedenster Art zur öffentlichen, kostenlosen Himmelsbeobachtung bereitstanden.
Ob im Feldstecher, 6″ Refraktor oder großem 14,5″ Dobson-Spiegelteleskop – der Mond bietet bei klarem Himmel immer ein leichtes und spektakuläres Ziel. Im hoch vergrößernden Teleskop erscheint die kraterübersähte und wild zerklüfftete Mondlandschaft besonders beeindruckend. Die leistungsstarken Teleskopoptiken können dabei schon feinste Details von etwa 1-2 Kilometern Größe auf der Mondoberfläche auflösen.
Zwischendrin – kurz nach 21 Uhr – war zudem ein heller Überflug der Internationalen Raumstation (ISS) für ca. 5 Minuten mit bloßem Auge zu verfolgen.
Gegen 22 Uhr stieg endlich auch der große Gasplanet Jupiter hoch genug über dem Stadttheater in Richtung Süden auf. Jupiter, der nur einen Tag zuvor seine Opposition zur Sonne erreichte, bietet aktuell die besten Beobachtungsbedingungen in diesem Jahr und erscheint bereits mit bloßem Auge als unübersehbarer, heller „Stern“ über dem Südhorizont. Auch die teils längeren Warteschlangen, die sich vor den Teleskopen gebildet hatten, schreckten die interessierten Besucher nicht davon ab, Jupiter und seine vier „Galileischen Monde“ Io, Europa, Ganymed und Kallisto mit eigenen Augen zu erleben. Dabei erscheint der Gasriese mit seinen markanten Wolkenbändern auch schon in kleineren Teleskopen wie ein kleiner, gestreifter Spielball. Glücklicherweise zeigte sich gegen 23 Uhr zudem der berühmte „Große Rote Fleck“ auf Jupiter, der deutlich früher als erwartet auf Jupiters erdzugewandten Seite erschien. Im Teleskop erscheint Jupiters „Markenzeichen“ als kleines, aber deutlich organgefarbenes Oval in einem der großen Äquatorialwolkenbänder. Tatsächlich handelt es sich hierbei um den gewaltigsten, beobachtbaren Wirbelsturm unseres Sonnensystems, der bereits seit dem Einsatz astronomischer Teleskope auf Jupiter beobachtet wird und etwas mehr als doppelt so groß wie unsere Erde ist.
Wir danken sehr herzlich für das große Interesse, die zahlreichen Besucher und vielen interessanten Gespräche an diesem Abend! Besonderer Dank gilt auch allen mitwirkenden Astronomiefreunden, die mit großer Leidenschaft und ihren bereitgestellten Instrumenten diese besondere Aktion in Ingolstadt nun seit 4 Jahren möglich machen.

Wer am Samstag nicht nach Ingolstadt kommen konnte, hat dieses Jahr noch andere Gelegenheiten, an einem astronomischen Beobachtungsabend bzw. -Nacht teilzunehmen.
Am 25. und 26. August laden die Astronomiefreunde Ingolstadt wieder zum Bayerischen Teleskopmeeting nach Pfünz bei Eichstätt ein. Zudem gibt es immer wieder auch kurzfristige Treffen an klaren Wochenendabenden, die wir auch in unserem online Kalender ankündigen.

Beste Grüße und klaren Himmel wünschen

die Astronomiefreunde Ingolstadt


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