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  • 13. Januar 2026

Jupiter in Oppositionsnähe am 5./6. Januar 2026

Der große Gasriese Jupiter dominiert derzeit den Nachthimmel und kann gegen Mitternacht sehr hoch im Süden als auffällig heller „Stern“ einfach mit dem bloßen Auge gesehen werden.
Um die vier Galileischen Monde oder gar die beiden großen Äquatorialwolkenbänder auf dem Planeten erkennen zu können, ist aber schon wenigstens ein gutes Fernglas oder besser Fernrohr mit mindestens 50mm Objektivdurchmesser erforderlich.

Die Nacht zum 6. Januar hatte zeitweise überraschend gutes Seeing – was allein anhand der Wind-/Wetterkarten nicht unbedingt zu vermuten war.
Dazu kam ein zeitlich recht günstig gelegener Transit des Großen Roten Flecks (GRF).
Bei knapp -16 Grad rund 4 Stunden draußen am Teleskop zu stehen, muss man schon mögen – wer aber Planeten unter guten Bedingungen fotografieren will, muss so eine Nacht nutzen.

Die Eckdaten:
20″ ICS Dobson f/16 (4x Televue Powermate), manuelle Nachführung,
ZWO ADC, Monokamera ZWO ASI 462 MM mit Baader R-RGB Filter und Farbkamera PlayerOne Uranus-C mit IR-/UV-Sperrfilter.

Insgesamt wurden rund 620 GB Daten während des gesamten Transits aufgenommen, am Ende aber einige Videos aussortiert.
Verwendung fanden 10 Farbvideos und 6 Monovideos mit jeweils 2 Minuten Aufnahmelänge. Diese wurden zu entsprechend vielen Summenbildern gestackt (Autostakkert) und diese Bilder dann mit WinJupos derotiert auf seeingmäßig günstige Bezugszeiten (soweit ich das an der Qualität der Summenbilder ableiten konnte…).
Leider hat sich das Seeing ausgerechnet zur Mitte des GRF-Transit signifikant verschlechtert, aber zu Beginn und gegen Ende war es gut – definitiv mind. eine II auf der Antoniadi-Skala, was bei mir im Garten nicht allzu häufig vorkommt.

Da die Uranus-C Kamera (IMX585) werkseitig einen sehr starken Grünkanal hat, wurden die Farben hinterher in Registax per „Auto Balance“ korrigiert sowie am Ende nochmal ein manueller Weißabgleich durchgeführt.
Dass der GRF relativ hell erscheint, ist der Tatsache geschuldet, dass für den Luminanzkanal die mit Rotfilter versehene Monoaufnahme eingesetzt wurde. Im Moment der einzige Workflow, der bei mir recht zufriedenstellend funktioniert und den ich auch zeitlich an meinem „analogen Dobson“ schaffe.

Klaren Himmel wünscht
Peter Maier / Astronomiefreunde Ingolstadt